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HYGIENEMÄNGEL & KLINIKKEIME (MRSA)

Unsere Kanzlei ist aktiv im Hygieneschutz tätig und vertritt die Rechte geschädigter Patienten gegen Ärzte und Kliniken bei Hygienemängeln und Klinikkeimen.

Hygieneregeln

 

Die gebotene Einhaltung der Grundregeln der Hygiene in deutschen Kliniken und die dortige Durchführung darauf aufbauender Maßnahmen gehören in den vollbeherrschbare Risikobereich und zu den elementaren Bestandteilen moderner Medizin und Pflege.

 

Leider sieht der heutige Hygienestandard in Deutschland nicht optimal aus, dies geht im Ergebnis zu Lasten der Patienten.

 

Vermuten auch Sie, dass Sie oder einer Ihrer Angehörigen Opfer von ärztlichen Hygienefehlern geworden sind? Dann sollten Sie nicht zu lange warten, denn es gilt in Deutschland eine kurze dreijährige Verjährungsfrist.


Hygienefehler und deren Folgen

 

Hygienemaßnahmen sind haben das Ziel, das Risiko zu minimieren, sich während des Aufenthalts in einer Gesundheitseinrichtung eine Infektion zuzuziehen. Die Infektionsgefahr ist vor allem dann erhöht, wenn -wie im Klinikum üblich- die Behandlung oder Therapie die körpereigene Immunabwehr des Patienten schwächt. Die sach- und fachgerechte Durchführung von Hygienemaßnahmen dient laut Großkopf/Krüger (aaO) der Vermeidung von Folgeschäden und gehört deshalb zu einem Pflichtenheft, dessen Einhaltung ein Patient von einer Gesundheitseinrichtung und den darin tätigen Ärzten und Pflegenden regelmäßig erwarten kann.

 

Wie werden Hygienefehler juristisch bewertet? Schadensereignisse zu Lasten des Patienten im Bereich der Hygiene können laut Großkopf/Krüger (aaO) als grob fehlerhaft bewertet werden und zu Beweiserleichterungen zugunsten der klagenden Seite führen. "Außerhalb des ärztlichen Handlungsfeldes, das durch die biologisch-physiologischen Besonderheiten des menschlichen Organismus nur einer eingeschränkten Steuerbarkeit unterliegt, wird der Bereich der Hygiene zu den betrieblichen Risiken einer Gesundheitseinrichtung gezählt, die voll zu beherrschen sind. Die Rechtsprechung hat die Grundsätze der Beweiserleichterung auch auf jene Koordinations- und Organisationsbereiche ausgedehnt, in denen die Realisierung eines typischen Risikos unter dem Aspekt der vollen Beherrschbarkeit vermieden werden kann." (Großkopf/Krüger (aaO)).

 

Ein anschauliches Beispiel bezüglich der Anwendung von Beweiserleichterungsregeln bei nicht gewährleisteter Hygiene findet sich bei Großkopf/Krüger (aaO):

 

"Im Rahmen einer notdienstlichen Injektionsbehandlung im häuslichen Bereich unterließ es die beklagte Vertragsärztin, die Einstichstellen beim Kläger ordnungsgemäß zu desinfizieren. Außerdem verzichtete sie auf die Reinigung und Desinfektion ihrer Hände die Verwendung steriler Handschuhe. In der Folge kam es beim Kläger zu einer schweren Staphylokokken-Sepsis, die dessen stationäre Versorgung notwendig machte. In der Berufungsentscheidung bestätigte das OLG Naumburg die vorinstanzliche Feststellung, dass die Unterlassung der geforderten Hygienemaßnahmen einen groben Behandlungsfehler darstellt. Deshalb wurde dem Kläger eine Beweiserleichterung hinsichtlich des Kausalitätsnachweises zwischen dem Fehler und dessen Auswirkung auf das Folgegeschehen zugebilligt. Den Nachweis, dass die unterlassenen Maßnahmen ungeeignet sind, das Eindringen von Staphylokokken in den Körper und damit die Verbreitung der Bakterien und deren Toxine im Blut zu verhindern, konnte die Ärztin nicht erbringen. Sie wurde daher zur Zahlung von 10 000 € Schmerzensgeld und 7000 € materiellen Schadensersatz verurteilt. Ergänzend führten die Richter aus, dass der Ärztin insoweit zuzustimmen sei, dass die apparativen Voraussetzungen für eine vollständige Desinfektion im häuslichen Umfeld regelmäßig nicht gegeben sind. Aber anders als der Erfolg einer Desinfektionsmaßnahme gehört ihre ordnungsgemäße Durchführung zum vollbeherrschbaren Organisationsbereich der medizinischen Behandlung. Anders ausgedrückt: Die Einhaltung der Hygienestandards ist überall, auch im notärztlichen Einsatz, eine der unverzichtbaren fundamentalen Anforderungen ärztlichen Handelns. Es ist letztlich eine bloße Organisationsfrage, wenigstens den Versuch einer erfolgreichen Desinfektion durchzuführen. Dementsprechend ist ihr völliges Unterlassen schlechterdings nicht nachzuvollziehen."

 

Problembereiche

 

Betroffen im Klinikbereich sind grds. sämtliche Bereiche eines Klinikums, beispielsweise Bettenhäuser, Bettenzentrale, Küche, Intensiv- und notfallmedizinische Stationen. Raumklima-, Wasser- und Feuchtanlagen, das Personal als Überträger sowie der tägliche Materialfluss stellen aufgrund ihrer abteilungsübergreifenden Verbindungen mögliche Infektionswege dar (Großkopf/Krüger (aaO)).

 

Ergebnis

 

Zusammenfassend kann gesagt werden: "Die haftungsrechtliche Situation im Bereich der Hygiene und des Infektionsschutzes folgt ganz besonderen Regeln. Grundsätzlich gilt, dass jede Behandlungssituation so organisiert sein muss, dass die derzeit geltenden Sicherheits- und Hygienestandards eingehalten werden. Neben der haftungsrechtlichen Verantwortung des Einzelnen kann die Haftung für Sorgfaltsverstöße des ärztlichen und pflegerischen Personals auch auf den Einrichtungsträger durchschlagen. Bezüglich der hygienischen Verhältnisse hat er seine Organisationsentscheidungen so auszurichten, dass jederzeit eine standardgemäße Leistung erbracht werden kann. Der aktuell anerkannte wissenschaftliche Stand und die modernen Möglichkeiten der Medizintechnologie bilden somit die Grenzen der einzuhaltenden Sorgfaltsmaßstäbe." Großkopf/Krüger (aaO). Leider häufen sich die Sorgfaltsverstöße des ärztlichen und pflegerischen Personals, so dass auch in Zukunft der Haftungsbereich im Bereich Hygienefehler zunehmen wird. Zu Lasten der Patienten.


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